ArchitektInnen für K21 - Mittwoch, 13. Dezember 2017
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Zu unserem Selbstverständnis

Entgegen der Darstellung von Seiten unserer Standesvertretung, der Architektenkammer Baden-Württemberg, ist die Haltung der Architektenschaft zu den Projekten S21 und der Neubaustrecke Wendligen-Ulm sehr unterschiedlich. Eine einseitig inhaltliche Stellungnahme zum Projekt S21 gehört nicht zum Aufgabenbereich der Kammer. Ihre bisherige in die Öffentlichkeit getragene Parteilichkeit für S21 erfolgte ohne vorherige Mitgliederbefragung und damit ohne Mandat.

In unserem Arbeitsforum finden sich ArchitektInnen, StadtplanerInnen und LandschaftsarchitektInnen wieder, die aus fachlicher Sicht eine grundsätzliche Kritik an dem Projekt S21 und der Planung der Neubaustrecke Wendligen-Ulm teilen. Wir wollen dazu beitragen, dass das Projekt in der momentan geplanten Form nicht realisiert wird.

Wir gehen als Grundlage für unsere Argumentationen von der Alternativplanung K21 aus, wohlwissend, dass eine zukunftsfähige architektonische, Stadt- und landschaftsplanerische Lösung für den Erhalt und Ausbau des Kopfbahnhofes erst nach Ausarbeitung eines tragfähigen Schienenkonzeptes entwickelt werden kann. Wir sind der Überzeugung, dass mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung des bestehenden Kopfbahnhofes die Leistungsfähigkeit erheblich gesteigert werden kann. Die Anpassungen an zukünftige, im Moment nicht voraussehbare verkehrstechnische Entwicklungen, können bei K21 besser realisiert werden als im Projekt S21, das während der Realisierung nicht veränder- und korrigierbar sein wird.

Wir sind für den verantwortungsvollen Umgang mit unserem kulturellen Erbe. Die leidenschaftlich vorgetragenen Proteste beziehen sich auf den Bonatz-Bau, die Parkanlagen und die städtebauliche Gesamtsituation in technischer und gestalterischer Hinsicht, welche mit der momentan verfolgten Planung unwiederbringlich zerstört werden.

Wir wollen die bestehenden Planungen für die Innenstadt, das Neckartal und die Filderebene kritisch untersuchen, und die Möglichkeiten diskutieren wie andere Konzepte mit zukunftsfähiger Stadt- und Landschaftsplanung konstruktiv und visionär weiterentwickelt und umgesetzt werden könnten. Verantwortungsvolles Zusammentragen und Abwägen von tatsachlichen Bedürfnissen und Sachverhalten, Transparenz und Offenheit müssen in Zukunft die Grundsätze jeder nachhaltigen Planung sein.

Wir können ehrenamtlich keine alternativen Hochbauentwürfe oder städtebauliche Planungen erstellen sondern wollen vielmehr ein Forum bieten, in dem neue und bessere Visionen beispielhaft dargestellt und vorgetragen werden können.

Stand 09.11.2010

 

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